Freiwillig tätig sein und Erfahrungen sammeln über die Grenzen hinaus

Freiwillig tätig sein und Erfahrungen sammeln

Das Engagement von Senioren in gemeinnützigen Organisationen und in Freiwilligendiensten nimmt zu. Das lässt sich nicht nur in Deutschland beobachten, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Sich sinnvoll einbringen mit den erworbenen Erfahrungen und dem Wissen eines ganzen Lebens – warum nicht auch im Ausland? So lässt sich auch im Alter der Wunsch nach sozialem Engagement mit der Sehnsucht, fremde Länder zu bereisen und kennenzulernen verbinden. Zurückhalten lassen sich Senioren aber häufig von der Befürchtung, die Situation vor Ort könne dann doch so ganz anders sein als sie es sich vorgestellt und erhofft haben. Vielleicht kommt man mit der Sprache nicht zurecht oder ist überfordert. Eine längere Bindung und Verpflichtung ist also zunächst einmal nicht ratsam.

Auch Senioren sollte das Ausland offen stehen

Jugendlichen steht in dieser Hinsicht die Welt längst offen: Kurzzeitige Volontariate und mehrwöchige Aufenthalte mit Austauschorganisationen werden für sie von zahlreichen Organisationen angeboten. Es wird Zeit, dass auch die Senioren diese Kurzzeitdienste für sich entdecken, Schnuppern gehen in europäische Organisationen und Hilfsdienste. Kontakte knüpfen kann man über bekannte gemeinnützige Hilfsorganisationen. Doch die Chance, auch Senioren durch Volontariatsstellen und Austauschprojekte in Freiwilligendienste einzubinden, bieten leider erst sehr wenige Dienste an.

Ein europäisches Projekt testet das Volontariat für Senioren

Dabei sind die Erfahrungen eines Projektes der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros, finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Europäischen Kommission, durchaus vielversprechend: Rund 140 Freiwilligen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, England, Österreich und England wurde ein Europäisches Volontariat für Senioren ermöglicht, bei dem sie zwischen zwei und vier Wochen ein Austauschland besuchten. Die Seniorenbüros vor Ort waren verantwortlich für eine Unterkunft und ein Rahmenprogramm, bei dem die Austauschsenioren eine jeweilige gemeinnützige Organisation des Landes kennenlernten.

Grenzüberschreitend und horizonterweiternd

Auf diese Weise wird nicht nur der grenzüberschreitende Wissensaustausch und das Verständnis füreinander gefördert, sondern auch der Weg bereitet für die fortschreitende Vernetzung von Hilfsorganisationen. Auch dabei können Senioren wertvolle Hilfe leisten und eine erfüllende Tätigkeit für die die Zeit des Nachruhestandes finden.

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