Ischias – plötzlicher Schmerz vom Rücken bis ins Bein

geschäftsmann mit starken rückenschmerzen

Viele von uns haben es schon am eigenen Leib erlebt. Wir machen eine unbedachte Bewegung, drehen den Oberkörper zu schnell oder heben etwas Schweres. Plötzlich schießt ein intensiver Schmerz in den unteren Rücken. Das dumpfe Bohren strahlt ins Gesäß und in das Bein aus, manchmal ganz hinunter bis in den Fuß. Fast immer ist nur eine Seite des Körpers betroffen. Umgangssprachlich reden wir von Ischias, Mediziner nennen es die Ischialgie oder das Ischiassyndrom.

Meist ist eine verschobene Bandscheibe schuld

Der Ischias ist der längste Nerv im menschlichen Körper. Er beginnt in der unteren Wirbelsäule, erstreckt sich über Hüfte und Po bis zum Knie und verästelt sich dann bis in den Fuß. Verrutscht eine Bandscheibe oder verspannt sich die Rückenmuskulatur, dann wird der Ischias-Nerv eingeklemmt. Die Folge: der Nerv sendet Schmerzimpulse aus. Taubheit oder Kribbeln können weitere Symptome der Ischialgie sein. Manchmal sind zudem die Muskeln so schwach, dass sich der Gepeinigte nicht einmal mehr auf die Zehen stellen kann. Im besten Fall verschwinden die Qualen bald wieder von selbst. Bleibt der Schmerz, dann muss er unbedingt behandelt werden. Je nach Schwere des Leidens gibt es eine Reihe von Therapie-Ansätzen.

Behandlung: von der Schmerztablette bis zur Operation

Oft verschreibt der Arzt zunächst schmerzstillende Tabletten oder Injektionen. Auch Wirbelsäulen-Gymnastik, Massagen, Wärmebehandlungen oder Akupunktur sind mögliche Ansätze, um den Ischias-Nerv wieder zu beruhigen. Liegt ein besonders schlimmer Fall der Nervenquetschung vor, hilft nur eine sofortige Operation. Nicht angeraten ist bei Ischias ein Übermaß an Bettruhe. Denn auch wenn es anfangs schmerzt, trägt dosierte Bewegung dazu bei, das Leiden zu vermindern oder überhaupt zum Verschwinden zu bringen.

Vorbeugung ist wichtig – vor allem im Alter

Die gute Nachricht: Es ist möglich, einen Ischias-Rückfall zu vermeiden bzw. die Schmerzen erst gar nicht entstehen zu lassen. Regelmäßiger Sport ist dabei das Um und Auf. Experten raten zu Schwimmen und Wassergymnastik, Nordic Walking oder Übungen, die die Rückenmuskulatur trainieren. Nicht zuletzt sollte jeder regelmäßig seine eigene Körperhaltung überprüfen und nötigenfalls verbessern.

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