Nachbarschaftshilfe als Chance im Alter: Die Hilfe ist oft nicht fern

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Wer älter wird und hin und wieder auf Hilfe angewiesen ist, möchte deswegen nicht gleich die vertraute Umgebung verlassen und in ein Seniorenzentrum ziehen. Doch wenn Familienmitglieder nicht rund um die Uhr in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stehen und die Wohnung vielleicht nicht absolut seniorengerecht ausgestattet ist – was dann? „Soziales Netzwerk“ ist eines der Schlagworte unserer Zeit und ein solches Netzwerk kann auch für dieses Problem die Lösung darstellen.

Vielfältige Projekte laufen bereits erfolgreich

Neben den Angehörigen auch Nachbarn, Freunde oder Dienstleister mit einzubeziehen, denen soziales Engagement ein wichtiges Anliegen ist, und so auf viele Ressourcen zurückzugreifen, kann für viele Senioren der ideale Weg sein, auch im Alter zuhause wohnen zu bleiben. Doch solch ein Netzwerk aufzubauen ist mühsam und für den einzelnen oft nicht bezahlbar. Vielerorts wurde dieses Problem bereits erkannt und es kam zu der Gründung von Nachbarschaftshilfen, Generationenzentren und anderen Projekten, die aktiv Alltagshilfe leisten wollen. In nahezu allen Landkreisen gibt es ein buntes Spektrum an Angeboten von Vereinen, Stiftungen, kirchlichen oder auch städtischen Trägern.

Bundesministerium unterstützt das Zuhause im Alter

„Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen“ heißt eine von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) eingerichtete Geschäftsstelle, die genau solche Initiativen im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Im Programm „Soziales Wohnen – Zuhause im Alter“ werden von ihr seit Oktober 2011 bis zunächst 2014 quer durch alle Bundesländer rund 40 Projekte initiiert und begleitet. Ob sozialraumorientierte Wohnberatung, interkulturelle Nachbarschaftshilfe, gemeinschaftliches Wohnen im Alter oder das Geromobil – die verschiedenen Angebote sind bunt gemischt und vielfältig. Doch alle haben das gleiche Ziel: Senioren das Zuhause im Alter zu ermöglichen.

Neue Wege des nachbarschaftlichen Zusammenlebens werden gefördert

Dank der finanziellen Förderung einiger Projekte durch das Bundesministerium, können Dienstfahrzeuge angeschafft werden wie bei der Nachbarschaftshilfe Taunusstein, oder neue Konzepte Unterstützung erhalten. So zum Beispiel die NachbarschaftsWerkstatt, bei der es um gemeinsames Lernen und Arbeiten geht. Schwerpunkt des Projekts ist es neue Ideen für nachbarschaftliches Zusammenleben zu entwickeln und umzusetzen.

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