Senioren helfen Jugendlichen auf dem Weg zur Ausbildung

Senioren helfen Jugendlichen

Unsere Gesellschaft wird immer älter – eine Tatsache, die in den Medien mit dem schön wissenschaftlich klingenden Ausdruck „demographischer Wandel“ umschrieben wird. Im praktischen Leben bedeutet es für uns konkret, dass immer mehr Menschen sich in einer Lebensphase befinden, in der sie die berufliche Lebensphase hinter sich haben. Diese Ruheständler sind aber nicht alle gesundheitlich schwer angeschlagen, pflegebedürftig oder senil, ganz im Gegenteil: Viele von ihnen zählen noch lange nicht zum alten Eisen und möchten sich weiterhin aktiv und sinnvoll in die Gesellschaft einbringen. Wir haben mit unserer wachsenden älteren Generation also ein großes Potential an Wissen und Fähigkeit im Hintergrund, das es zu entdecken und zu aktivieren gilt.

Viele Jugendliche brauchen Hilfe und Motivation

Auf der anderen Seite steht die Tatsache, dass immer mehr Jugendliche als schwer vermittelbar ohne Ausbildung und berufliche Perspektive dastehen. Die Arbeitswelt ist ihnen fremd und sie haben Schwierigkeiten, sich verbindlich und kontinuierlich mit Aufgaben auseinanderzusetzen. Manche haben vielleicht nur ihre Fähigkeiten und den richtigen Weg noch nicht entdeckt oder brauchen Unterstützung und Motivation bei der Suche eines Ausbildungsplatzes und beim Bewerben.

Verein bringt aktive Senioren und schwer zu integrierende Jugendliche zusammen

Wenn ein entsprechender generationsübergreifender Kontakt entsteht, können dann nicht vielleicht beide Zielgruppen erfolgreich davon profitieren? Dass diese gegenseitige Unterstützung tatsächlich funktionieren kann, zeigt das Projekt „Aktive Senioren e.V.“ in Rosenheim. Der Verein, der übrigens für sein Engagement von der Bundesregierung mit der höchstmöglichen Auszeichnung, dem Leuchtturmpreis, bedacht wurde, führt Jugendliche mit Senioren zusammen, damit sie von deren Erfahrungsschatz, ihrem Wissen und auch ihren Kontakten profitieren können. In kleinen Modellprojekten in der Landschaftspflege, bei Renovierungsarbeiten in Kindergärten oder durch Hineinschnuppern in Metall- oder Holzverarbeitung können die Jungen und Mädchen unter der Anleitung der erfahrenen „alten Hasen“ ihre Fähigkeiten ausprobieren und entdecken, was ihnen Spaß macht.

Jung und Alt profitieren von der Patenschaft

In Zusammenarbeit mit Betrieben, Schulen, Sozialamt oder Arbeitsamt bekommen die Jugendlichen so Einblicke in ihre Talente und neue Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Die Senioren übernehmen Verantwortung und können ihren Alltag neu und nutzbringend gestalten. Ein Projekt, das vielen nutzt – vor allem unserer Gesellschaft.

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