Soziales Engagement im Alter

Mithelfen - auch im Alter noch sozial engagiert

Ohne das Engagement vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter und Freiwilligendiensten wäre es schlecht bestellt um unser Sozialwesen und viele kulturelle und sportliche Bereiche. Vor allem in der Pflege und der Betreuung von Senioren machen sich Fehler der Ersatzdienstleistenden bemerkbar. Einen wertvollen Ausgleich stellt die Einrichtung des Bundesfreiwilligendienstes dar. Nun nicht mehr per Gesetz verordnet, aber aus einem sozialen Bedürfnis heraus oder zur Neuorientierung zwischen verschiedenen Ausbildung-, Arbeit- oder Lebensphasen stellen junge Leute ihre Arbeitskraft in den Dienst dieser Arbeit.

Doch zunehmend gibt es auch in der älteren Generation ein Interesse daran, sich an sozialem Engagement zu beteiligen. Viele Senioren sind gesundheitlich und geistig noch topfit. Im Ruhestand wollen sie nicht zuhause herumsitzen, sondern ihre Fähigkeiten und ihr Wissen der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. In Familien, im Kindergarten, in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder an vielen anderen Stellen können sie wertvolle Entlastungen der Angestellten sein.

Projekt des Bundesministeriums: Freiwilligendienste aller Generationen

Diese Chance sollte nicht ungenutzt bleiben, sondern möglichst vielen Senioren offenstehen, meinte das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und sorgt mit verschiedenen Projekten dafür, dass Freiwilligendienste gefördert werden. Mit dem Programm „Freiwilligendienste aller Generationen“ wurde die Gründung von mobilen Teams unterstützt, die sich im gemeinnützigen Bereich engagieren. Klare Rahmenbedingungen sollen den Dienst attraktiv machen, aber auch für Sicherheit und einen hohen Stellenwert sorgen. So wird in einer schriftlichen Vereinbarung der Dienst für ein halbes Jahr festgelegt und auch eine wöchentliche Arbeitszeit von mindestens acht Stunden beschrieben. Qualifizierungen und Zertifikate zeichnen diesen Freiwilligendienst aus.

Gegenseitige Bereicherung: Teams mit jungen und alten Freiwilligen

Dass auch generationenübergreifender Freiwilligendienst fruchtbar und für alle Seiten ein Gewinn ist, zeigen die Erfahrungen von Ge-Mit, einem Projekt, das von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) und den Evangelischen Freiwilligendiensten für junge Menschen gemeinsam durchgeführt wurde. Örtliche Seniorenbüros organisierten die Einsätze der altersgemischten Teams in Kindertagesstätten, in Familien oder in Betreuungseinrichtungen. Für die jungen Leute auf der Suche nach neuer Orientierung wie auch für die älteren Freiwilligen, die in ihrem Ruhestand nach neuen Aufgaben Ausschau hielten, waren diese Dienste wertvolle Erfahrungszeiten. Nach dem Ende des Projekts haben viele Seniorenbüros, ermutigt von den Erfahrungen, den Weg der Arbeit mit Freiwilligendiensten gerne weiter verfolgt.

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