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InfoTestament – Informationsseite

Eine Orientierungshilfe zum kostenlosen Herunterladen für Interessierte zur Thematik Testament

Informationen auf dieser SeiteInfo

  • Welche Arten von Testamenten gibt es
  • Wie kann man ein Testament erstellen
  • Was ist zu beachten – wichtige Punkte

Testament – Muster – Formular – Vorlage




Das Testament

Das Testament ist die einseitige Anordnung von Todes wegen, durch die der Erblasser die Weitergabe seines Vermögens an die Verwandten nach seinem Ableben regeln kann. Ehegatten können diese letztwillige Verfügung auch in einem gemeinschaftlichen Testament bestimmen. Jeder kann mit Hilfe eines Testaments genau klären, was mit seinem Vermächtnis geschehen soll, ohne allezeit daran gebunden zu sein. Ausnahmen bestehen dabei nur im Bezug auf ein gemeinschaftliches Testament sowie einen Erbvertrag.

Benötige ich ein Testament?

Hat man kein Testament oder keine anderweitige letztwillige Verfügung errichtet, dann gilt nach deutschem Recht im Todesfall, immer die gesetzliche Erbfolge. Soll von dieser nicht abgewichen werden und sollen auch sonst keine, von der gesetzlichen Erbfolge unberücksichtigten Personen, im Falle des Todes bedacht werden, ist es nicht nötig, ein Testament zu verfassen.

Möchte man von dieser gesetzlichen Erbfolge abweichen, existieren mehrere Erben, die im Erbfall in Frage kommen oder will man auf die Verteilung des Erbes aus persönlichen oder sozialen Gründen Einfluss nehmen, dann empfiehlt es sich, die eigene Vermögensnachfolge mittels Testament oder Erbvertrag zu regeln. Besonders ratsam ist es eigene Regelungen zu treffen, wenn:

  • Eine Erbengemeinschaft vermieden werden soll
  • Eine nichteheliche Lebensgemeinschaft besteht
  • Mehrere Kinder aus verschiedenen Ehen vorhanden sind
  • Die Zuwendung einzelner Gegenstände geregelt werden soll
  • Ein Vermögensausgleich unter mehreren Erben stattfinden soll
  • Das Vermächtnis karitativen Organisationen zukommen soll

Kann Jeder ein Testament errichten?

Prinzipiell gilt, dass man bei der Errichtung eines Testaments volljährig, also 18 Jahre alt und voll geschäftsfähig sein muss. Testierunfähig sind Personen, die geisteskrank, geistesgestört oder bewusstseinsgestört sind. Ein durch sie errichtetes Testament gilt als ungültig.

Ausnahmsweise ist es auch einem Minderjährigen ab dem vollendeten 16. Lebensjahr erlaubt, seinen letzten Willen festzuschreiben. Dies geschieht dann, im Gegensatz zu einem Volljährigen, der ein privatschriftliches Testament verfassen darf, in der Form eines öffentlichen Testaments vor einem Notar. Das Testament wird dabei durch mündliche Erklärung oder Übergabe einer offenen Testamentsschrift an den Notar erstellt.

Wann sollte ich einen Notar hinzuziehen?

Um einer möglichen Anfechtung des letzten Willens vorzubeugen, sollte zur Testamentserrichtung stets ein Notar hinzugezogen werden, sofern Zweifel an der Testierfähigkeit einer Person bestehen. Der Notar wird sich dann einen Eindruck von der Testierfähigkeit der betroffenen Person machen und einen entsprechenden Vermerk in das Testament aufnehmen.

Hierzu können außerdem ärztliche Atteste oder Gutachten an das Testament gefügt werden, die verdeutlichen, dass die testierende Person im Besitz ihrer geistigen Kräfte und aus medizinischer Sicht in der Lage war, ihren letzten Willen festzulegen. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist es aber auch nach dem Erbfall möglich, die Testierfähigkeit einer Person zum Zeitpunkt des Verfassens des Testaments, gutachterlich feststellen zu lassen.

Was kann ich in mein Testament schreiben?

Inhaltlich sind dem Verfasser eines Testaments keine Grenzen gesetzt. Durch die sogenannte Testierfreiheit ist es jedem Einzelnen überlassen, was er in sein Testament aufnimmt. Die einzige Ausnahme betrifft die eventuellen Pflichtteilsansprüche für die nächsten Angehörigen.

Diese sind gesetzlich festgeschrieben und können nicht individualisiert werden.

Welche Form muss mein Testament haben?

Im Gegensatz zum Inhalt des Testaments unterliegt seine Form strengen gesetzlichen Regeln, die es einzuhalten gilt, da das Testament sonst ungültig ist. Dies hätte zur Folge, dass die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung kommt.

Wer das Testament eigenhändig verfasst, muss den gesamten Text des Testaments eigenhändig niederschreiben und das Testament am Ende unterschreiben Ratsam ist es auch, das Testament mit Ort und Datum der Niederschrift zu versehen. Ergänzungen sind zu einem späteren Zeitpunkt prinzipiell möglich. Aus dem Testament sollte dann aber deutlich hervor gehen, dass auch die Ergänzung zum letzten Willen des Erblassers gehört. Daher ist es ratsam, die Ergänzung gesondert zu unterschreiben.

Haben sie mehrfach Änderungen vorgenommen, die das Testament unleserlich machen, ist es empfehlenswert, ein neues zu verfassen. Vernichten sie danach alle anderen Testamente oder fügen sie in die neue Niederschrift den Hinweis ein, dass alle früheren Testamente ungültig sind.

Maschinell erstellte oder unleserliche Testamente gelten als unwirksam. Sprachlich sind keine Besonderheiten zu beachten. Das bedeutet, dass sie ihr Testament ohne bestimmte Formulierungen, errichten können. Es sollte nur in jedem Fall deutlich und zweifelsfrei erkennbar sein, was ihr letzter Wille ist.

Für schwierige Testamente, bei denen es unvermeidlich ist, juristische Fachbegriffe und deren Bedeutung in das Testament aufzunehmen, empfiehlt es sich, einen Notar herbeizuziehen.

Wo sollte ich mein Testament aufbewahren?

Generell kann das Testament zu Hause aufbewahrt werden. Für diesen Fall sollte man darüber nachdenken, mehrere Exemplare mit exakt dem gleichen Inhalt zu verfassen und diese an verschiedenen Stellen aufzubewahren. Dadurch kann gewährleistet werden, dass das Testament nicht verloren geht, vernichtet wird oder im Erbfall nicht aufgefunden werden kann. Um jedoch sicher zu gehen, dass das Testament nicht nachträglich gefälscht oder beseitigt wird, kann man es auch dem zuständigen Amtsgericht zur Verwahrung übergeben.

Welche Alternativen gibt es zum privatschriftlichen Testament?

Es ist auch möglich, den letzten Willen zur Niederschrift eines Notars errichten zu Lasten. Gerade wenn Grundstücke zum Nachlass gehören empfiehlt es sich, ein notarielles Testament zu errichten. Dazu diktiert man dem Notar die letztwilligen Verfügungen, die dieser dann niederschreibt und noch einmal vorliest. Anschließend genehmigt und unterschreibt der Erblasser das Testament.

Gemeinsam mit dem Notar können dann auch noch offene Fragen geklärt werden. Ihn treffen dabei besondere Aufklärungs- und Belehrungspflichten. Sollte er diesen nicht nachkommen, haftet der Notar wegen ungenügender Beratung auf Schadensersatz.

Kostenersparnis durch notarielles Testament möglich

Das notarielle Testament ist ein öffentliches Testament. Es kann zum Beispiel im Grundbuchverfahren als Erbnachweis dienen. Dabei ersetzt es den Erbschein. Hierdurch sparen ihre Erben erhebliche Kosten. Grundsätzlich wird das Testament vom beurkundenden Notar an das zuständige Amtsgericht zur Verwahrung übergeben. Eine Änderung ist auch hier grundsätzlich möglich. Die Änderung kann privatschriftlich erfolgen und sollte bei komplizierten Sachverhalten erneut durch einen Notar beurkundet werden. Eine Rücknahme aus der amtlichen Verwahrung ist hierfür nicht nötig.

Alternativform

Alternativ kann dem Notar auch ein Schriftstück übergeben werden, in dem sich der letzte Wille befindet. Dieses kann offen oder verschlossen sein. Bei dieser Form des notariellen Testaments reicht es aus, wenn der Text maschinell erstellt wurde. Auch eine Unterschrift ist nicht nötig. Diese Form des notariellen Testaments ist jedoch riskant, da ein juristischer Laie in diesem Fall nicht wieder gutzumachende Fehler verursachen könnte.

Im Ausnahmefall ist es auch möglich, ein sogenanntes Nottestament zu errichten. Dieses kann unter bestimmten Voraussetzungen mündlich vor 3 Zeugen oder dem Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde abgegeben werden. Ein Nottestament hat eine Gültigkeit von drei Monaten ab seiner Errichtung. Ist diese Frist verstrichen und der Erblasser noch am Leben, gilt das Nottestament als nicht errichtet.

Welche Möglichkeiten der Nachlassregelung gibt es für Eheleute?

Eheleuten und Partnern einer eingetragenen Lebenspartnerschaft hat der Gesetzgeber die Möglichkeit eingeräumt, ein gemeinschaftliches Testament zu errichten. Die gemeinsame Willensbekundung gilt dabei als Sonderform des Testaments.

Aufgrund der Wechselbezüglichkeit der Verfügungen ist das gemeinschaftliche Testament nur begrenzt widerruflich oder einseitig änderbar. Deshalb ist es von Vorteil, eine fachkundige Person um Rat zu fragen. Eine gemeinschaftliche Änderung, sowie ein gemeinsamer Widerruf des Testaments sind unproblematisch. Dem Widerruf steht es gleich, wenn die Partner das Testament gemeinsam vernichten. Im Fall einer Scheidung der Ehe oder der eingetragenen Lebenspartnerschaft, verliert das gemeinschaftliche Testament seine Wirkung. Wechselbezügliche Verfügungen können durch einen Partner allein nur widerrufen werden, sofern der Widerruf durch einen Notar beurkundet und dem anderen Partner zur Kenntnis, durch den Gerichtsvollzieher, mitgeteilt wird.

Stirbt ein Ehe- oder Lebenspartner, werden die Verfügungen wirksam. Der überlebende Partner kann gemeinsam getroffene Entscheidungen dann nicht mehr ändern. Er muss sich an die gemeinsamen Vereinbarungen halten. Soll eine solche Bindung bei der Niederschrift des gemeinschaftlichen Testaments ausgeschlossen werden, empfiehlt sich wiederrum fachkundiger Rat.

Was ist ein Berliner Testament?

Das Berliner Testament ist eine Sonderform des gemeinschaftlichen Testaments. Die Ehegatten setzten sich dabei gegenseitig als Alleinerben des anderen Partners ein. Zusätzlich wird verfügt, dass nach dem Tod des länger lebenden Ehepartners, das gesamte Vermögen an die gemeinsamen Kinder übergeht.

Diese sind dann Schlusserben. Das dient der Absicherung des überlebenden Ehegatten, da dieser das Erbe nicht mit den Kindern teilen muss. Die Kinder werden somit zu Erben des zuletzt sterbenden Elternteils. Sie sind damit von der Erbfolge des zuerst sterbenden Elternteils ausgeschlossen. Eine Geltendmachung der Pflichtteilsansprüche lässt sich nicht verhindern. Durch die sogenannte Pflichtteilsstrafklausel ist es aber möglich, ein den Pflichtteil forderndes Kind und dessen Abkömmlinge, von der Erbfolge des überlebenden Ehepartners auszuschließen. Das hat zur Folge, dass das Kind im Todesfall des Überlebenden auch nur einen Pflichtteilsanspruch hat.

Der überlebende Ehegatte kann über das Vermögen frei verfügen, sofern er keine unentgeltlichen Verfügungen zum Nachteil der Schlusserben vornimmt. Geht das Vermögen jedoch ohne Benachteiligungsabsicht verloren, so kann es passieren, dass die Kinder als Schlusserben nichts bekommen.

Gibt es besondere Formvorschriften für gemeinschaftliche Testamente?

Das gemeinschaftliche Testament lässt sich als privatschriftliches oder öffentliches Testament errichten. Wird die privatschriftliche Form gewählt, so hat ein Ehepartner das Testament handschriftlich zu verfassen. Im Anschluss müssen beide Ehegatten das Testament unterschreiben. Der nur unterzeichnende Partner sollte zusätzlich zu seiner Unterschrift eine kurze Einverständniserklärung mit dem Inhalt des gemeinschaftlichen Testaments anfügen.

Für den Fall, dass das gemeinschaftliche Testament öffentlich, also mit Hilfe eines Notars verfasst wird, fallen doppelte Kosten an, da es sich rechtlich betrachtet um zwei unterschiedliche, letztwillige Verfügungen handelt.