Wie Sie sich vor Altersarmut schützen können

Senioren zählen Geld

„45 Jahre gearbeitet – 140 Euro Rente“. So lautet aktuell eine Schlagzeile im Spiegel und für viele Bundesbürger wird dieses Szenario traurige Realität. Wirtschafts- und Finanzexperten wissen es schon lange, die Kassen der gesetzlichen Rentenversicherung sind leer. Wer nicht rechtzeitig privat für sein Alter vorsorgt wird in der Rente ohne zusätzliche Einnahmen nicht überleben können.

Aufklärung tut not

Der deutsche Bundesbürger will sparen und ist für mehr Tipps zur Altersvorsorge oft sehr dankbar, das ist Fakt. Doch viele Anleger sparen zu wenig oder legen ihr Geld in die falsche Anlageform. Gründe hierfür ist meist die unzureichende Aufklärung. Wo liegt der Unterschied zwischen einer Riester- und einer Basisrente? Ist die klassische Lebensversicherung ausreichend oder soll das hart verdiente Geld lieber in Aktien angelegt werden? Und welche Rolle spielt die Inflation?

Bedarf ermitteln und richtig handeln

Gegen die drohende Altersarmut gibt es allerdings kein Allheilmittel, hier muss bedarfsgerecht und individuell vorgesorgt werden. Dabei sollten vor Allem die staatlichen Zuschüsse und Subventionen der einzelnen Anlagemöglichkeiten berücksichtigt werden:

Riester-Rente:

Sie ist vor Allem für Arbeitnehmer interessant. Neben der normalen Verzinsung der Anlage erhalten Anleger einen jährlichen staatlichen Zuschuss in Höhe von 154 Euro in ihren Vertrag, zudem können die Beiträge zur Riester-Rente bei der jährlichen Steuerbescheinigung geltend gemacht werden. Sollten die Anleger Kinder haben, bekommen sie für jedes zusätzlich 185,- bzw. 300,- Euro (geboren nach 2008) in den Vertrag.

Basis-Rente:

Die Basis- oder auch Rürup-Rente bietet insbesondere Selbständigen und sehr gut verdienenden Angestellten Vorteile. Aktuell können bei der Jahressteuerbescheinigung 74% der gezahlten Beiträge geltend gemacht werden. Diese Zahl steigert sich jährlich um 2% Punkte.

private Vorsorge:

Dazu zählen z.B. Lebensversicherungen und private fondgebundene Versicherungen. Diese Verträge werden staatlich nicht gefördert.

Im Rahmen des Möglichen

Eine private Altersvorsorge zu betreiben ist sicherlich sehr wichtig, allerdings sollte jeder Einzelne dabei im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten bleiben. Viele Anleger sparen ihr ganzes Geld in feste, langfristige Verträge und vernachlässigen eine kurzfristige Anlage. Dies birgt ein hohes Risiko. Situationen bei denen schnell Geld gebraucht wird, können nur durch teure Kredite abgefangen werden. Alternativ werden langfristige Verträge vorzeitig gekündigt was immer einen Verlust zur Folge hat.

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