Wohnen und Leben im Alter – Neue Möglichkeiten des Zusammenlebens finden

Neue Mo¨glichkeiten des Zusammenlebens finden

In der Gemeinschaft ist vieles leichter – auch das Wohnen im Alter. Das ist keine Erkenntnis aus jüngster Zeit, sondern ein erprobtes und bewährtes Konzept, nach dem die Menschheit seit Jahrhunderten erfolgreich lebt. Im Kreise der Familie, des Stammes oder des Dorfes erfährt die alte Generation traditionell Versorgung und Einbettung in das soziale Gefüge. In unserer modernen Zeit der drohenden Vereinsamung im Alter ist es wichtig, dieses Gemeinschaftsdenken wieder neu aufleben zu lassen und zu fragen: Wie können Wohnformen und Strukturen heute aussehen, um der jungen wie der alten Generation gleichermaßen gerecht zu werden? Ist gemeinschaftliches Wohnen nicht auch heutzutage eine ideale Ergänzung zum einsamen Wohnen in der leeren Vierzimmerwohnung oder zum Umzug ins anonyme Seniorenzentrum?

Die Wohnformen für Senioren sind vielfältig, aber wie findet man die Richtige?

Wohnen und Leben miteinander zu gestalten kann unterschiedlich aussehen. Eine Senioren WG ist dabei ebenso denkbar wie generationenübergreifende Wohnkonzepte oder Pflegewohngemeinschaften. Damit jeder die Wohnform findet, die seiner Gesundheits- und Lebenssituation angemessen ist und in der er sich wohl fühlt, ist ausreichend Information nötig. Doch da stoßen Senioren schon bald an ihre Grenzen: Wo können sie sich informieren, wer hat einen Überblick und wie sollen sie ihre Wünsche und ihre Wahl der Wohnform dann umsetzen?

Ein Netzwerk von Ansprechpartnern für alternatives Wohnen schaffen

In den örtlichen Regionen sind weitere Ansprechpartner nötig, befand das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und startete 2007 das Projekt Kompetenznetzwerk „Wohnen – Neue Formen der mobilen Beratung“. Mobile Beratungsteams sollten unter Einbeziehung der örtlichen Seniorenbüros und der bereits vorhandenen Beratungsangebote Hilfestellungen leisten, damit Senioren die Auswahl der geeigneten Wohnform ermöglicht wurden. Auch Maßnahmen, um die Wohnungen seniorengerecht anzupassen sind dabei nicht vergessen worden. Um jeden Beteiligten in das Netzwerk mit einzubeziehen, wurden auch Kommunen und Wohnungsunternehmen beratend unterstützt und Informationen über finanzielle Fördermöglichkeiten und öffentliche Finanzhilfen für alternative Wohnformen zusammengetragen. Auch nach der Erprobungsphase des Kompetenznetzwerks 2009 wird das daraus entstandene Infoportal erfolgreich weitergeführt.

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